Grosse Rochade im Stadtrat von Zürich

Im Stadtrat von Zürich kommt es zu einer grossen Rochade. Fünf der neun Magistraten übernehmen neue Departemente. Nicht freiwillig geschah dies unter anderem bei Filipo Leutenegger, der neu Vorsteher des Schul- und Sportdepartementes wird. Sein Frust ist verständlich. Dass man einem bisherigen Exekutivmitglied sein Departement ohne triftigen Grund wegnimmt, hat Seltenheitswert. Auch Richard Wolff muss sein Departement gegen seinen Willen abgeben. In diesem Fall ist dies aber richtig. Er ist beim Dossier Kochareal befangen, was während der letzten Legislatur zu Problemen führte. Die Zeit heilt viele Wunden. Eine Regierungstruppe im Schweizer Konkordanzsytem muss grundsätzlich gewillt sein, nach einem schwierigen Entscheid wieder zusammen zu finden. Der Entscheid von heute zeigt aber auch, dass Rot-grün gewillt ist, seine Mehrheit durchzusetzen.