Je linker die Partei, desto grösser der Frauenanteil

Eine Recherche von 20 Minuten hat ergeben, dass linke Parteien einen höheren Frauenanteil haben als bürgerliche Parteien. Bei der SP beispielsweise liegt der Frauenanteil in der Fraktion bei 51% und im Parteipräsidium gar bei 67%. Bei der SVP sind lediglich 18% der Fraktionsmitglieder und gar nur 13% der Präsidiumsmitglieder Frauen. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe. Erstens betreiben linke Parteien spätestens seit dem Frauenstreik 1991 systematische Frauenförderung. Hinter den Kulissen wird häufig stundenlang telefoniert, um Kandidatinnen zu finden und zu überzeugen, anzutreten. Bei den bürgerlichen Parteien ist dieser Effort weniger ausgeprägt. Zweitens stehen Frauen politisch – in der Tendenz – eher linker als die Männer. So stelle ich beispielsweise in Fokusgruppen immer wieder fest, dass Männern typisch marktwirtschaftliche Werte wie Konkurrenz und Wettbewerb am Herzen liegen. Frauen hingegen sind oft das Soziale und die Rücksichtnahme auf die Schwächeren in der Gesellschaft ein Anliegen.