Donald Trump entlässt James Comey, Direktor FBI

Donald Trump hat James Comey, Direktor vom FBI, entlassen. Viele Demokraten werfen Comey vor, er hätte Hillary Clinton die Wahl gekostet. Von daher hat sich Comey also in beiden Parteien (und wohl auch innerhalb vom FBI) Feinde gemacht. Trotzdem schlägt der Entscheid von Präsident Trump hohe Wellen.

Grundsätzlich hat ein U.S.-Präsident die Befugnis, den FBI-Direktor zu entlassen. So hat übrigens auch Bill Clinton 1993 den damaligen FBI-Direktor William Sessions gefeuert. Allerdings braucht der Präsident dazu einen Grund. Und damit sind wir beim springenden Punkt. Der Grund, welcher Trump angab, nämlich dass er nicht zufrieden gewesen sei mit der Art und Weise, wie Comey die Untersuchung von Hillary Clintons Email-Server geführt hätte, wirkt an den Haaren herbeigezogen. Trump selber hatte nach seiner Wahl die Geschichte für mehr oder weniger beendet erklärt.

Brisant ist hingegen, dass Comey die Untersuchung über mögliche Verbindungen zwischen Russland und der Trump-Kampagne geführt hatte. Von daher wirft die Art und Weise von Comeys Entlassung und vor allem auch der Zeitpunkt viele Fragen auf. Trump bringt damit auch die Republikaner im Abgeordnetenhaus und im Senat in eine unangenehme Situation. Es ist gut möglich, dass während den nächsten Tagen und Wochen noch einige Fakten an die Oeffentlichkeit gelangen werden. Jedenfalls dürfte sich Trump mittelfristig mehr Probleme geschaffen als gelöst haben. Ein amerikanischer CEO ist sich gewohnt, Entscheide zu fällen und erwartet, dass alle folgen. In der politischen Arena ist das aber anders, selbst beim Präsidenten.