Bilanz und Ausblick U.S.-Wahlen 2016 am Podium von Foraus

Letzte Woche war ich an einem Podium von Foraus, einem Think-Tank im Bereich Aussenpolitik, eingeladen. Zusammen mit Prof. Dr. Rudolf Minsch (stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung Economiesuisse und Chefökonom), Isabelle Jacobi (Redaktionsleiterin "Echo der Zeit") und Dominik Elser (Vorstandsmitglied Operation Libero) diskutierten wir die U.S.-Wahlen 2016 (siehe Bild). Nun, man muss fairerweise sagen, dass nicht alles an einer erfolgreichen Kampagne gut ist. Umgekehrt ist auch nicht alles an einer erfolglosen Kampagne schlecht. Meinen Kunden sage ich immer, dass man Kampagnen als eine Serie von strategischen Entscheiden verstehen und planen soll. So gesehen hat die Clinton-Kampagne aber sicher einen grossen, strategischen Fehlentscheid gefällt: Man hat weisse Männer ohne College-Abschluss im Wahlkampf sträflich vernachlässigt. Neuste Analysen zeigen: Je grösser der Anteil dieser Gruppe an der Gesamtbevölkerung in einem Bundesstaat, desto grösser auch der Unterschied zwischen Umfragen und eigentlichem Wahlresultat.

Umgekehrt war die Trump-Kampagne chaotisch und vor allem auch Trump als Kandidat ein undisziplinierter Botschafter. Am Ende des Wahlkampfes fällte die Kampagne jedoch den Entscheid, alles auf die Staaten im mittleren Westen, den sogenannten Rust Belt, zu setzen. Dies ist ein massgeblicher Grund, warum Trump bald im Weissen Haus einziehen wird.