Vortrag Lions Club Chur Kora: Zeit ist wichtiger als Geld im Wahlkampf

Letzten Montag habe ich beim Lions Club in Chur einen Vortrag zu den U.S.-Wahlen gehalten (im Bild: Damiano Paganini, Präsident Lions Club Chur Kora, und ich). Ein Teilnehmer fragte gegen Ende der Fragerunde, was Donald Trump denn nun aus Kampagnensicht und in Anbetracht sinkender Umfragewerte noch tun könnte?


Dies ist eine schwierige Frage, denn die Zeit läuft ihm davon. Dabei wäre Trump als Kandidat eigentlich durchaus interessant. Das Wahlvolk will Veränderung, er ist ein Quereinsteiger. Seinen Background als Geschäftsmann hätte man in Szene setzen können. Allerdings müsste die Kampagne erklären, wie Trump seine Erfahrung hilft, die wirtschaftliche Situation aller Amerikaner zu verbessern. Es bräuchte dazu ein Drehbuch. Sein Hintergrund als TV-Star hätte man nutzen können, um jüngere und parteipolitisch ungebundene Wähler anzupeilen. Aber solche Strategien können nicht über Nacht umgesetzt werden. Sie brauchen Zeit. Zeit ist sowieso die wichtigste Ressource in jeder Kampagne. Für eine gute Idee kann man gemäss meiner Erfahrung fast immer mehr Geld auftreiben. Aber verlorene Zeit kann man im Wahlkampf nicht zurückgewinnen. Ich habe in der Vergangenheit Kunden in ähnlichen Situationen auch abgelehnt. Meiner Meinung nach bleibt Trump wohl nur noch die Gegenoffensive, wenn er die sich abzeichnende Niederlage noch abwenden will.

Mehr zum U.S.-Wahlkampf gibt es im grossen Interview in der Neuen Luzerner Zeitung und im St. Galler Tagblatt: www.perroncampaigns.com/NLZ

Wie bereits erwähnt führe ich am 14. November ein Seminar zu den U.S.-Wahlen und den Lehren daraus durch. Mehr Infos gibt’s hier: www.perroncampaigns.com/seminar