Publizität um jeden Preis?

Diese Woche sorgte der Zürcher Gemeinderat Mario Babini erneut für negative Schlagzeilen. Er kam betrunken im Auto in eine Polizeikontrolle. Lange Zeit gab es Politiker und auch PR-Berater, welche meinten, Publizität sei immer gut. Das Motto lautete: Hauptsache die Medien schreiben den Namen richtig und Du bist im Gespräch. Ich bin nicht ganz dieser Meinung. Je unbekannter und undefinierter das öffentliche Image eines Politikers ist, desto anfälliger ist er auf Negativmeldungen. Wenn Wähler eigentlich nichts über einen Politiker wissen ausser der Negativmeldung, dann ist das selten gute Publizität. Vor allem dann nicht, wenn die Schlagzeile eigentlich nichts mit politischem Inhalt zu tun hat. Je mehr zusätzliche Informationen Wählerinnen und Wähler über einen Politiker haben (Leistungsausweis, politische Themen, Errungenschaften etc.), desto eher sind sie bereit, Fehltritte zu verzeihen. Denn die Zeiten, wo wir unsere Politiker bewundern wollten, sind sicher vorbei. Die Wähler wissen, dass Politiker auch nur Menschen sind wie alle anderen auch.

Mehr dazu in einem Artikel auf 20 Minuten online:
www.20min.ch/schweiz/zuerich/Blaufahrt

Wer mehr über den Parteikonvent der Republikaner und die Rede von Donald Trump lesen möchte, kann dies auf meinem englischsprachigen Blog tun: www.campaignanalysis.com