Roger Köppel auf Platz 17 der SVP-Nationalratsliste

Bild: Jürg Vollmer / maiak.info Reusse
In einigen Kantonen platzieren die Parteien ihre Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge auf ihrer Nationalratsliste. Nicht so im Kanton Zürich. Hier spiegelt die Rangliste die Erfolgserwartung. Die Parteien platzieren normalerweise diejenigen Kandidaten vorne auf ihren Listen, welche sie im Nationalrat möchten oder welchen sie gute Gewinnchancen geben. Entsprechend wird in Zürich auch immer heftig über die Listengestaltung debattiert und hinter den Kulissen lobbyiert.

Der politische Quereinsteiger Roger Köppel startet nun auf Platz 17. Es rumort seit längerem in der Zürcher SVP. Der Nachwuchs will nachrutschen. Von Sesselklebern war die Rede. Offenbar wollte man diejenigen Leute, welche sich seit Jahren für die Partei einsetzen, nicht verärgern, indem man Köppel auf einen vorderen Listenplatz gesetzt hätte.

Der Listenplatz ist sicher ein Faktor im Wahlkampf, darf aber auch nicht überschätzt werden. In diesem Sinn sind die Wahlchancen von Köppel also nach wie vor intakt. Man erinnere sich etwa an den Fall Anita Borer vor vier Jahren. Die Newcomerin startete auf dem 2. Platz und landete am Wahltag abgeschlagen auf Platz 17.