Wahlen in den USA: Niederlage für Obama, Erfolg für die Republikaner

Die Wahlen in den USA für den Kongress haben wie erwartet mit einer schallenden Ohrfeige für die Demokraten und Barack Obama geendet. Die Republikaner haben ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus in fast historischem Ausmass ausgebaut und im Senat neu errungen. Barack Obama wird während der nächsten zwei Jahre grösstenteils der Gefangene des republikanisch dominierten Kongresses sein und sich darauf konzentrieren müssen, das Schlimmste zu verhindern. Insbesondere werden die Republikaner wohl versuchen, Teile von Obamas Gesundheitsreform rückgängig zu machen. Zudem können sie dem Präsidenten auch mit parlamentarischen Untersuchungen das Leben schwer machen.

Aber auch für die Republikaner beginnt nun der schwierige Teil. Es stellt sich die Frage, ob sie tatsächlich regieren oder doch eher Wahlkampf im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen 2016 betreiben wollen? Regieren würde heissen, mit Präsident Obama Kompromisse einzugehen, um tatsächlich etwas umzusetzen. Wahlkampf würde heissen, auf Konfrontation mit Obama zu gehen, um das Frust- und Protestpotential in der Bevölkerung weiter aufzubauen. Die republikanische Partei ist diesbezüglich alles andere als geeint. Ich rechne aber eher mit letzterem. Ab sofort werden viele Augen nämlich auf Iowa gerichtet sein, wo in etwas mehr als einem Jahr die ersten Vorwahlen für die Nachfolge von Barack Obama beginnen.

Mehr dazu in einem Interview von mir mit dem Blick:
www.blick.ch/news/ausland/experte-ueber-den-klotz-am-bein-der-demokraten-wie-schlecht-ist-obama-id3248201.html

Sowie im Medienarchiv meiner Webseite:
www.perroncampaigns.ch/media.php