Ständeratswahlen Kanton Aargau

Die grossen Parteien im Kanton Aargau haben ihre Arbeit richtig gemacht. Im Hinblick auf die Ständeratswahlen vom nächsten Jahr holen sie ihre besten Pferde aus dem Stall. Es wird einen spannenden Kampf mit viel medialer Aufmerksamkeit geben. SP, FDP und CVP starten mit nationalen Schwergewichten ins Rennen, die Kandidatur der SVP ist zumindest nicht so aussichtslos wie vor vier Jahren.

Im Kanton Aargau ist die SVP klar dominant, ja in gewissen Teilen des Kantons ist sie gar DIE Partei. Dies spricht für Hansjörg Knecht. Er startet mit der grössten Hausmacht. Allerdings sind Ständeratswahlen eben in erster Linie Personenwahlen.

Die Tatsache, dass die SP im Aargau eine Ständerätin stellt, ist alles andere als selbstverständlich. Vor vier Jahren aber wurde Pascale Bruderer als Neue bereits im ersten Wahlgang bravourös ins Stöckli gewählt. Seither hat sie strategisch und handwerklich keine grossen Fehler begangen. Aus heutiger Sicht sehe ich daher keinen Grund, warum sie abgewählt werden sollte.

Dem FDP-Präsidenten Philipp Müller traue ich den zweiten Ständeratssitz zu. Er ist medial omnipräsent und auch für die politische Rechte wählbar. Mit ihm hat die FDP deshalb sicher die beste Chance, ihren Sitz zu verteidigen.

Ruth Humbel von der CVP ist ebenfalls eine valable, seriöse Kandidatin. Bei den letzten Nationalratswahlen hat sie als einzige CVPlerin das Erdbeben, welches die Partei im Kanton Aargau erfuhr, überlebt. Ich gehe aber davon aus, dass sie es gegen die beiden Favoriten schwer haben wird. Dies gilt auch für den SVP-Vertreter Hansjörg Knecht. In seiner ersten Legislatur im Nationalrat konnte er noch nicht in die erste Reihe vorstossen.